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Klassiker

Freitag,
21. September 2007
19.30 Uhr Einführung
20.15 Uhr Konzert
Villa Boveri Baden

oft zitierte aber wenig gespielte Werke des letzten Jahrhunderts in erhellenden Programmzusammenhängen

Martina Schucan Violoncello                     
Petra Ronner
Klavier                  

                                   

Programm:

Bernd Alois Zimmermann (1918 - 1970)
Sonata für Violoncello Solo

Ludwig van Beethoven (1770 - 1827)
Sonate für Violoncello und Klavier
D-Dur Op. 102 Nr. 2

Bernd Alois Zimmermann (1918 - 1970) 
Intercommunicazione für Violoncello und Klavier

Die Werke des Deutschen Komponisten Bernd Alois Zimmermann sind äusserst streng und dicht konzipiert.
Die Sonate für Violoncello verwendet als eines der ersten grossen Solowerke für dieses Instrument erweiterte Spieltechniken. Dank einer radikalen Einbindung dieser klanglichen Effekte auf struktureller Ebene wirken diese Momente nie aufgesetzt oder plakativ und haben deshalb bis heute ihre ungebrochene Aussagekraft und Gültigkeit. Ähnliches lässt sich über „Intercommunicazione“ sagen, die Verbindung der beiden Instrumente Klavier und Violoncelle erfahren wohl nur noch in den Sonaten von Beethoven eine vergleichbare Intensität.

"Ich sagte schon an anderer Stelle, dass "Intercommunicazione" gewissermassen eine Verbindung zweier Solostücke miteinander sei,
so möchte ich es einmal vorsichtig ausdrücken.
Der Titel deutet das auch schon an, und zwar
in dem Sinne von "Verbindungsstück".
Cello und Klavier sind meiner Auffassung nach schwervereinbare Partner. Die Charaktere der beiden Instrumente sind zu ausgeprägt, als dass eine Verbindung so glatt vonstatten ginge.
Das Opus 102, Nr.2 von Beethoven stellt den wohl
grossartigsten Beweis für diese Auffassung dar."
B. A. Zimmermann