ARCHIV > SAISON 2006 > im delta der wörter


im delta der wörter



Donnerstag 30.11.2006
20.00 Uhr
Einführung 19.15

Vorverkauf:
Info Baden: 056 200 84 84
oder
www.kurtheater.ch

Kurtheater Baden
Parkstrasse 20
5401 Baden

Annette Schmucki           
arbeiten/verlieren. die mündung
(2003-2005)

Uraufführung

Die Oper erzählt die Geschichte der Entstehung von Sprachklang. Handelt von der Musik des Sprechens. Von einer Musik, die eine Handlung haben will, weil sie an Personen gebunden ist, an deren Körper.

Sieben Vokale bilden die Basis des Geschehens. Die inneren Abläufe beim Sprechen und Singen werden nach aussen gekehrt: die Bühne wird zum abstrahierten Mundraum, innere Vokalabfolgen werden zu Gängen, zu Tänzen, zu Plätzen.

Jean-Charles François           
Slam Della Mund-Aliénation
(2002)

szenische Uraufführung

Dem Slam liegt eine Sammlung von scheinbar willkürlich zusammengewürfelten Zitaten zugrunde. Durch blitzschnelle Wechsel zwischen den Textfragmenten in vier Sprachen entsteht ein vorüberziehender Klangstrom, aus dem immer wieder Bedeutungsfetzen auftauchen. Dem entspricht auf der räumlichen Ebene eine kontinuierliche Bautätigkeit mit mehrdeutigen Bühnenelementen. Es resultiert ein rasantes, subtil durchgehörtes und humorvolles Werk von überraschendem Farbenreichtum.


Stimme           
Eva Nievergelt
Schlagzeug           
Christoph Brunner

Regie           
Peter Schweiger
Assistenz           
Stephanie Neff
Kostüme           
Marion Steiner
Bühne           
Philipp Berweger
Licht           
Ueli Riegg
Projektionen           
Zoé Ledermann


canto battuto

Eva Nievergelt und Christoph Brunner haben bereits seit 1995 in diversen Projekten zusammen gearbeitet. Neben Konzerten im Rahmen der Gruppe für Neue Musik Baden GNOM (Werke von Crawford-Seeger, Feldman, Brün, Furrer, Spahlinger u.a.) und dem Collegium Novum Zürich (u.a. Circles von Luciano Berio und Aria von Beat Furrer) entstanden auch zwei abendfüllende Musiktheater-Produktionen mit der Pianistin Regula Stibi und der Regisseurin Regina Heer (1996 und 1999) sowie eine Musik-Text-Collage zu Robert Walser mit dem Ensemble girafe bleue (1999/2000)

Im Jahre 1999 gründeten sie zusammen das Duo
canto battuto mit der Absicht, sich regelmässig der gemeinsamen Arbeit zu widmen und kontinuierlich ein eigenes Repertoire für Stimme und Schlagzeug aufzubauen. Das Interesse an dieser Besetzung entsprang dabei nicht bloss persönlicher Affinität, sondern ist auch Ausdruck einer grundlegenden Faszination
für die Kombination der beiden ältesten Instrumente überhaupt. Sowohl die Stimme als auch das Schlagzeug haben zudem im Verlauf des 20. Jahrhunderts Entwicklungen durchgemacht,
die unter vielen Gesichtspunkten symptomatisch für wichtige Fragen in der Neuen Musik sind.

In den vergangenen Jahren entstand so rund ein Dutzend neuer Werke für das Duo. Neuerdings widmen sich die beiden auch der Erarbeitung von bereits bestehendem Repertoire
(zB von John Cage oder Maurice Ohana). Neben Aufführungen in der Schweiz hat canto battuto Konzerte in Deutschland, Frankreich, England und den USA gegeben.

Mit stromschnellen realisierte canto battuto im Herbst 2005 bereits das zweite Programm mit dem Elektroniker Gary Berger; neben älteren „Klassikern“ von Cage und Ohana enthielt es auch zwei Uraufführungen von Erik Oña
und Gary Berger.