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Gesten


Donnerstag 16. September 2004 21 Uhr
Theater am Brennpunkt Baden, 5400 Baden

gesten - ein Projekt der Gruppe für Neue Musik Baden GNOM in Koproduktion mit dem Figura Theaterfestival.

In Koproduktion mit dem Figura Festival

Mit diesem Konzert verabschiedet sich Christoph Brunner nach über zehnjähriger Tätigkeit von GNOM.

Das Programm des Schlagzeugers Christoph Brunner beleuchtet Zusammenhänge zwischen Bewegung und Klang und verbindet verschiedene Formen von Sprache. Werke zeitgenössischer KomponistInnen (darunter drei Uraufführungen) wechseln sich ab mit Texten zur Musik - lautlos vorgetragen in Gebärdensprache.

Die Musik benötigt nur wenige Instrumente. Durch die intime Zwiesprache der Hände mit sorgfältig ausgesuchten Gegenständen wird die Aufmerksamkeit vermehrt auf die optischen Aspekte des Schlagzeugspiels gelenkt. Diese Tendenz wird duch die Kombination mit den in Gebärdensprache vorgetragenen Texten noch verstärkt.

Gebärdensprache ist für die meisten von uns eine Fremdsprache (zeitgenössische Musik auch...). Obwohl die Gebärdensprachen eine differenzierte grammatikalische Struktur haben, überwiegt bei Nicht-Verstehenden der bildhafte Eindruck.

Bewegungen der Hände, sowohl beim (Gebärden-)Sprechen als auch bei der Erzeugung von Klang werden zum Tanz.

Dieser gestische Tanz der Hände wird hier zum Schnittpunkt der beiden Ausdrucksformen Gebärdensprache und Instrumentalmusik.

Es öffnet sich ein weites Feld an Assoziationen, Beziehungen, Knotenpunkten.

Mit:

Christoph Brunner,
Martin Lorenz und Ivan Manzanilla Schlagzeug
Brigitte Schökle Gebärdenspiel


Programm

teil 1: solokonzert mit gebärdenlesung

jean-charles françois fragments II (1987)
für präparierte kleine trommel


jürg frey jemandem bei einer tätigkeit zuhören (1997)
für ein fellinstrument


beat fehlmann genauigkeiten (2003)
für kleine trommel
komponiert für christoph brunner; uraufführung


john cage one4 (1990)
für einen schlagzeuger


urla kahl kiste (2004)
solo für eine holzkiste
komponiert für christoph brunner; uraufführung

annette schmucki und durch. figuren. unter ruhe/punkten (2004)
für kleine trommel
komponiert für christoph brunner; uraufführung


frederic rzewski to the earth (1985)
für sprechenden schlagzeuger mit vier blumentöpfen

teil 2: instrumentales theater

georges aperghis les guetteurs de sons (1981)
für drei schlagzeuger

christoph brunner, martin lorenz und
ivan manzanilla schlagzeug


Das Programm des Schlagzeugers Christoph Brunner beleuchtet Zusammenhänge zwischen Bewegung und Klang und verbindet verschiedene Formen von Sprache. Werke zeitgenössischer KomponistInnen (darunter drei Uraufführungen) wechseln sich ab mit Texten zur Musik - lautlos vorgetragen in Gebärdensprache.

Die Musik benötigt nur wenige Instrumente. Durch die intime Zwiesprache der Hände mit sorgfältig ausgesuchten Gegenständen wird die Aufmerksamkeit vermehrt auf die optischen Aspekte des Schlagzeugspiels gelenkt. Diese Tendenz wird duch die Kombination mit den in Gebärdensprache vorgetragenen Texten noch verstärkt.

Gebärdensprache ist für die meisten von uns eine Fremdsprache (zeitgenössische Musik auch...). Obwohl die Gebärdensprachen eine differenzierte grammatikalische Struktur haben, überwiegt bei Nicht-Verstehenden der bildhafte Eindruck.

Bewegungen der Hände, sowohl beim (Gebärden-)Sprechen als auch bei der Erzeugung von Klang werden zum Tanz.

Dieser gestische Tanz der Hände wird hier zum Schnittpunkt der beiden Ausdrucksformen Gebärdensprache und Instrumentalmusik.

Es öffnet sich ein weites Feld an Assoziationen, Beziehungen, Knotenpunkten.