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Alvin Lucier, In memoriam Jon Higgins (1984)

Alvin Lucier, I‘m sitting in a room (1970)

Jürg Frey, wordless and silent (für Agnes Martin)

Alvin Lucier, Music for pure waves, bass drums and acoustic pendulums (1980)

Alvin Lucier, Music for snare drum and pure wave oscillator (1990)

Alvin Lucier

Jürg Frey



Alvin Lucier, In memoriam Jon Higgins (1984)


Dieses Werk für Klarinette und aufsteigenden Sinuston, entstammt einer Serievon Stücken, die mit der selben Idee arbeiten.

In diesem Fall steigt der Sinuston während der gesamten Dauer von 20 Minutenlinear über drei Oktaven an..Die Klarinette wird dabei mit ihren lang gehaltenen Tönen durchkreuzt.

Ausdiesem Verfahren resultieren Schwebungen. Die Spannung liegt in der Distanzrespektive der Nähe der beiden Töne. Das Ergebins ist aber auch ein Hörbarmachen des Tones als Schwingung an sich, also ein Gebilde das nicht statischist, sondern aus der Bewegung resultiert.

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Alvin Lucier, I'm sitting in a room (1970)


Ein Text wird in den Saal eingespielt. Der Sprecher befindet sich in einem anderen Raum als das Publikum. Diese Sequenz wird aufgezeichnet und erneut abgespielt, dabei von einemweiteren Mikrofon erneut aufgezeichnet und danach wiederum abgespielt. DiesesVerfahren wird „endlos“ weitergeführt. In einem langsamen Prozess beginnt sich die Sprache zu verändern, die Akustikdes Saals wirkt hierfür als entscheidender Faktor. Das Publikum wird dabei zum Beobachter der kontinuierlichen Verwandlung eines Abbildungs-verfahren, dass den genutzten Raum hörbar macht.

Dieses Werk für Klarinette und aufsteigenden Sinuston, entstammt einer Serievon Stücken, die mit der selben Idee arbeiten.

In diesem Fall steigt der Sinuston während der gesamten Dauer von 20 Minutenlinear über drei Oktaven an..Die Klarinette wird dabei mit ihren lang gehaltenen Tönen durchkreuzt.

Ausdiesem Verfahren resultieren Schwebungen. Die Spannung liegt in der Distanzrespektive der Nähe der beiden Töne. Das Ergebins ist aber auch ein Hörbarmachen des Tones als Schwingung an sich, also ein Gebilde das nicht statischist, sondern aus der Bewegung resultiert.

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Jürg Frey, wordless and silent (für Agnes Martin)


für vier grosse Trommeln

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Alvin Lucier, Music for pure waves, bass drums and acoustic pendulums (1980)


Alvin Lucier
Elektronisch generierte Schallwellen erregen die Felle grosser Bass-trommeln und versetzen ultraleichte Pendel, die vor den Trommeln aufgehängt sind in Bewegung. Die Rhythmen, die erzeugt werden, wenn die Pendelspitzen auf die Trommelfelle auftreffen, werden von der Tonhöhe und Lautstärke der Wellenbestimmt, von der Länge der Pendel und den Resonanzeigenschaften der Trommeln selbst.

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Alvin Lucier, Music for snare drum and pure wave oscillator (1990)


Alvin Lucier
Zahlreiche kleine Trommeln werden im Raum verteilt. Ein Sinus-generator wird über einen Verstärker angeschlossen. Die Frequenz versetz die Felle der Trommeln in Schwingung. Durch die auf der unteren Seite der Trommeln angebrachten Schnarrsaiten wird dieser Vorgang deutlich hörbar gemacht. Je nach Standort und grösse der Trommeln weichen die Ergebnisse deutlich voneinander ab.

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Alvin Lucier


Alvin Lucier wurde 1931 in Nashua (New Hampshire) geboren. Nach seinem Studium der Komposition an der Yale und Brandeis University stand er deutlich unterdem Einflusss von Igor Stravinsky. Während eines Studien-aufenthalts in Rom wandte er sich von dieser Haltung ab und versuchte eine neue und individuelle Schreibweise zu ent-wickeln. Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten von Amerika begann er sich intensiv mit Akustik und Naturwissenschaften zu beschäftigen. Eines der ersten Stücke arbeitete mit Alphawellen. Die Gehirnströme des Interpreten werden mit technischen Mitteln gemessen und in Schallwellen übertragen. Die Zuhörer werden Zeuge der klingenden Gedanken des Ausführenden.

Diesen Weg beschreitet Lucier seit nun mehr 40 Jahren, entstanden sind dabei eine grosse Anzahl von Stücken, die immer versuchen die Phänomenologie der Akustik darzustellen. Seit 1970 unterrichtet er an der Wesleyan University experimentelle Komposition.

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Jürg Frey


Jürg Frey wurde 1953 geboren und studierte Klarinette, Komposition und Alexandertechnik in Zürich, Bern und Basel. Jürg Frey blickt auf eine ausgedehnte Konzerttätigkeit als Klarinettistzurück. Er hat zahlreiche Werke von Schweizer Komponistinnen und Komponisten

aus seiner Generation angeregt und uraufgeführt, und verschiedene Komponisten wie Christian Wolff, Antoine Beuger, Howard Skempton oder Walter Zimmermann haben für ihn geschrieben.

Heute arbeitet er vor allem als Komponist und Klarinettist, gelegentlich auch als Dirigent und Konzertveranstalter.

Jürg Frey erhielt unter anderem Kompositionsaufträge von der Stadt Zürich, der Jeunesses musicales Suisse und dem Rheinischen Musikfest Köln. 1991 war er Preisträger am Internationalen Kompositionsseminar in Boswil. Er erhielt gezielte Förderung durch das Kuratorium des Kantons Aargau (Werkjahre 1986, 1996, Aufenthalt in Berlin 1997).

Jürg Frey lebt mit seiner Familie in Aarau (Schweiz).

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