ARCHIV > Saison 1999–2002 > Imaginary Landscape (September 2002)

Eine Homage an John Cage

Landscape

Extended Lullaby

Exkursion

Textures



Eine Hommage an John Cage


Die Musik ist neu

Ihr Hören – verehrte Zuhörerin, verehrter Zuhörer – ist zwar immer derselbe physiologische Vorgang, verändert sich jedoch beim Zuhören. Ihr Hören verändert die Musik! Cage hat Grundformen befragt: den einzelnen Klang, das klingende Geschehen, das Komponieren und Musizieren, das Verfügen über Musik und das Musikhören. Er hat Musik erneuert, indem er einzelne Facetten und Vorgänge auf ungewöhnliche Weise zueinander stellte, sie aus ihren Bindungen befreite. Das so befreite Denken hat die gesamte Kunstproduktion im vergangenen Jahrhundert beeinflusst, Impulse freigesetzt, deren seismischen Bewegungen wir in drei Konzerten und einer Führung nachspüren. Das es sich bei den aufgeführten Werken tatsächlich um Vorstellungslandschaften handelt und nichtum Allgemeinplätze der jüngeren Musikgeschichte, dafür stehen wir ein.

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Landscapes


Freitag 13. September 2002
20.15 Uhr
Historisches Museum Baden

John Cage/Martin Lorenz Imaginary landscape No. 5 (1952)
für 42 beliebige Schallplatten
Realisation für Schallplatten: Martin Lorenz

Uraufführung

John Cage Imaginary landscape No. 2 (1942)
für Schlagzeugquartett

Jean Barraqué Etude (1952/53) für dreispuriges Tonband

Morton Feldman Bass clarinet and Percussion (1981)
für Bassklarinette und 2 Schlagzeuger

John Cage/Sara Rohner Imaginary landscape No. 5
Realisation für Videoprojektionen: Sara Rohner
Uraufführung

John Cage Imaginary landscape No.1 (1939)
für Sinusfrequenzen, Klavier und chinesisches Becken

Jürg Frey Mit Schweigen wird's gesprochen (1993/95)
für Bassklarinette

John Cage/Peter Baumgartner Imaginary landscape No. 5
Realisation für Laptop: Peter Baumgartner
Uraufführung


Interpreten:

Beat Fehlmann; Bassklarinette
Regula Stibi; Klavier
Martin Lorenz; Plattenspieler, Elektronik, Schlagzeug
Christoph Brunner; Schlagzeug
Martin Flüge; Schlagzeug
Felix Perret; Schlagzeug
Peter Baumgartner; Laptop, Klangregie
Sara Rohner; Videoprojektion

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Extended Lullaby


Samstag 14. September 2002
20.15 Uhr
Gartensaal der Villa Boveri

John Cage:

Concert for piano, clarinet and conductor (1958) zusammen mit
Unbestimmtheit (1958-59) für einen Sprecher
(Übersetzung: Klaus Schmirler)

Harmonies aus Apartement House 1776 (1976)
(Aufführungskonzept für vier Instrumente: Hartmut Andres, 2002)
Schweizer Erstaufführung

Four3 (Extended lullaby) (1991)


Interpreten:

Hartmut Andres; Blockflöte, Sprache, Rainsticks
Petra Ronner; Klavier, Rainsticks
Alistair Zaldua; Violine, Dirigent, Rainsticks
Beat Fehlmann; Klarinette, Rainsticks

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Exkursion


Sonntag 15. September
jeweils 11 Uhr, 13 Uhr, 15 Uhr
Fabrikareal Oederlin

NOT WANTING TO SAY ANYTHING ABOUT JOHN

Ein Spaziergang mit und zu John Cage (1912-92), Dauer ca. 60 Minuten
Sie werden empfangen und sicher durch die Höhen und Tiefen eines
Fabrikareals geführt. Töne, Geräusche, die Macht des Schicksals im Gewand
des Zufalls? John Cage wird Ihnen auf diesem Spaziergang näherrücken!
Dabei begegnen Sie folgenden Werken:

Songbook Nr. 3, 23, 46, 44/78 (1958-70)
für Stimme mit oder ohne Elektronik

Suite for Toy piano (1948)
für Spielzeugklavier

Variations IV (1963)
für beliebige Anzahl von Spielenden mit irgendwelchen Schallquellen mit oder ohne andere Aktivitäten

Imaginary Landscapes No. 5 (1952)
Realisation für Videoprojektionen

The Wonderful Widow of Eighteen Springs (1942)
für Stimme und geschlossenes Klavier

Three songs (1933)
für Stimme und Klavier

Sonatas and Interludes Nr. 6, 5, 2 (1946-48)
für präpariertes Klavier

Music for Marcel Duchamp (1947)
für präpariertes Klavier


Interpreten:

Eva Nievergelt, Stimme
Regula Stibi, Klavier
Ivana Savic und Alfredo Garcia Gonzales, Tanz
Matthias Flückiger, Exkursionsleitung
Michael Lüscher, Küche

Regina Heer, Regie
Franz Brodmann, Choreografie
Sara Rohner, Videoprojektion
Konzept: Regina Heer und Regula Stibi


Platzzahl beschränkt! Reservationen Mo–Fr von 13–17 Uhr unter Tel. 056 222 75 74 (Historisches Museum).

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Textures


Sonntag 15. September
17 Uhr
Theater am Brennpunkt

Rico Gubler Märchenerzählung (2002)
für Stimme und Schlagzeug
Uraufführung

Gerhard Rühm Japanischer Salat (1999/2000)
ein Hörstück (Produktion: WDR)

Gary Berger doppelte wendung (2000)
für Stimme, Schlagzeug und Live-Elektronik

John Cage/Reto Friedmann Imaginary landscape No. 5 (1952)
Realisation für Sprache: Reto Friedmann
Uraufführung

Annette Schmucki die sprunghafte erweiterung des wortschatzes (2001)
für Sprechstimme, Posaune, Akkordeon und Schlagzeug
Schweizer Erstaufführung


Interpreten:

Eva Nievergelt, Mezzosopran
Hartmut Andres, Sprechstimme
Andrew Digby, Posaune
Mario Porreca, Akkordeon
Christoph Brunner, Schlgzeug
Martin Lorenz, Live-Elektronik
Reto Friedmann, Klangregie

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